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Rückblicke auf das Vereinsleben


 

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Von der Arbeitersiedlung zum Wärmenetz: Conradty-Geschichte trifft Zukunftsprojekt

Mit großem Interesse verfolgte das Publikum im Industriemuseum Lauf am 18. Juni 2026 den Vortrag „WCS – Wärmenetz Conradty-Siedlung – nachhaltige Wärmeversorgung in denkmalgeschützter Siedlung“. Peter Heinzelmann, stellvertretender Aufsichtsrat der neu gegründeten Energiegenossenschaft, führte die Besucher in einem virtuellen Rundgang durch die obere und untere Conradty-Siedlung. Historische Aufnahmen aus den 1940er- und 1950er-Jahren standen aktuellen Ansichten gegenüber und vermittelten eindrucksvoll, wie sich das Wohnumfeld der ehemaligen Arbeitersiedlung gewandelt hat.

Im Anschluss rückte die Geschichte der Siedlung in den Fokus. Zwischen 1880 und 1910 entwickelte sich Röthenbach a. d. Pegnitz von einem kleinen Siedlungsplatz zu einer Gemeinde mit knapp 4.900 Einwohnern – ausschließlich aufgrund der Ansiedlung der Firma Conradty. Das Unternehmen errichtete nicht nur die Arbeitersiedlung, sondern prägte mit Werkskrankenhaus, Kinderbewahranstalt, Postgebäude, Wasserwerk, Turnhalle, Rathaus und Kirche die gesamte städtische Infrastruktur. Die verbliebenen Teile der Siedlung gelten heute als bedeutendes Industriedenkmal.

Nach Jahren des Verfalls übernahm die Stadt 1994 die Siedlung und veräußerte sie ab 1998 an sanierungsbereite Eigentümer. Seit 2022 wird an einer modernen Erhaltungssatzung gearbeitet. Parallel entstand die Idee einer CO₂‑freien Nahwärmeversorgung, die 2025 durch eine kommunale Untersuchung als wirtschaftlich tragfähig bestätigt wurde. Am 30. Juni 2025 gründete sich die Energiegenossenschaft, die inzwischen zahlreiche Großkunden gewonnen hat und auf breite öffentliche Unterstützung baut.

Aktuell laufen Förderanträge für eine Machbarkeitsstudie; ab 2027 soll die Ausführungsplanung beginnen. Bis dahin müssen sich alle Eigentümer entscheiden, ob sie dem Wärmenetz beitreten möchten. Aufgrund des großen Interesses ist für 2027 eine Fortsetzung des Vortrags geplant.

Fotos: Geschichtsverein, mit AI qualitativ verbessert

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2026-Museumskirchweih-Bieranstich

Museumskirchweih kehrt in die Conradty-Siedlung zurück 

Bei bestem Wetter kamen am 6. Juni 2026 zahlreiche Gäste rund um das Stadtmuseum Conradtyhaus in Röthenbach zusammen. Unterstützt wurde der Geschichtsverein bei der Ausrichtung von mehreren Vereinen und Einrichtungen aus Röthenbach, Haimendorf und Lauf. 

RÖTHENBACH – In der unteren Conradty-Siedlung ist wieder Museumskirchweih gefeiert worden. Bei idealem Kirchweihwetter kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Sterngasse, um unter den alten Kastanien einen geselligen Nachmittag zu verbringen und zugleich das Stadtmuseum 

Conradtyhaus zu besuchen. 

Anlass für die Neuauflage der Kirchweih war das 25-jährige Bestehen des Geschichtsvereins Röthenbach. Dessen Vorsitzender Wolfgang Gottschalk dankte bei der Begrüßung den zahlreichen Unterstützern, die zum Gelingen des Straßenfestes beitrugen: der Stadtkapelle Röthenbach für die musikalische Umrahmung, den Wilden Quastlern für den Bierausschank, dem Wärmenetz Conradty-Siedlung für das Grillen, dem Dorfverein Haimendorf für Kaffee und Kuchen sowie dem Industriemuseum Lauf, das die jüngsten Gäste mit Spielen unterhielt. 
„Ohne eure tatkräftige Unterstützung wäre die Ausrichtung des Straßenfestes nicht möglich gewesen“, sagte Gottschalk. Sein Dank galt außerdem der Stadt Röthenbach, die den organisatorischen Rahmen mitgeschaffen hatte. 

Bürgermeister Klaus Hacker, der den Bieranstich übernahm, bedankte sich bei den Ausrichtern und hob die Bedeutung des Geschichtsvereins für die Pflege der noch jungen, aber für Bayern wohl einmaligen Stadtgeschichte Röthenbachs hervor. 

Bei angenehmen Gesprächen, Musik und Bewirtung verbrachten die Gäste einen vergnüglichen Nachmittag in der Sterngasse. Viele nutzten zudem die Gelegenheit zu einem informativen Besuch im Stadtmuseum Conradtyhaus. 

gp


 

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Geschichte begreifbar machen – 25 Jahre Geschichtsverein Röthenbach

Festabend am 29. Mai 2026

Wolfgang Gottschalk blickt auf die Aktivitäten des Vereins zurück und gibt einen Ausblick auf anstehende Aufgaben. Renate Gagel wird zum Ehrenmitglied ernannt. Hartmut Pürner berichtet in seinem Festvortrag von seiner Arbeit in den Röthenbacher Archiven. 

 

Röthenbach – Der Geschichtsverein Röthenbach feierte sein 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Neuen Mitte. Die dritte Vorsitzende Angela Walenta konnte bei ihrer charmanten Begrüßung neben zahlreichen Mitgliedern und Freunden des Vereins auch Abordnungen der benachbarten Geschichtsvereine aus Haimendorf, Lauf und Schwaig sowie Vertreter der Stadt und des Landkreises willkommen heißen. 

Die Grüße der Stadt Röthenbach überbrachte die zweite Bürgermeisterin Katharina Heisig. Für den Landkreis sprach der stellvertretende Landrat Helmut Brückner die Grußworte. Beide bedankten sich für das wichtige ehrenamtliche Engagement, das im Verein geleistet wird. 

Der erste Vorsitzende Wolfgang Gottschalk begann seine Festrede mit einem Zitat von Richard von Weizsäcker. „Was den Menschen auszeichnet, ist nicht, dass er Geschichte hat, sondern dass er etwas von seiner Geschichte begreift.“ In diesem Sinne sei am 2. Juli 2001 der Geschichtsverein Röthenbach gegründet worden, der sich zur Aufgabe gemacht habe, die Geschichte der Stadt zu bewahren, zu pflegen und zu erforschen. Mit der damaligen Sanierung der Conradty-Siedlung ging auch die Idee einher, in einem der Conradty-Häuser ein Museum einzurichten. Das Stadtmuseum Conradtyhaus wurde schließlich, nach langer Planung, am 12. September 2010 eröffnet. Mit der Conradty-Siedlung und dem Museum besitze Röthenbach einen in Bayern einzigartigen Schatz. In seiner Geschlossenheit gilt das Quartier als hochrangiges Denkmal der Industriegeschichte. 

Des Weiteren berichtete der Vorsitzende von den zahlreichen Aktivitäten, die der Verein im Laufe seiner Geschichte für seine Mitglieder organisiert hat – seien es Ausflüge zu historisch relevanten Orten oder interessante Fachvorträge. Im Rahmen des Projekts „Zeitzeugen“ werden seit 2012 Röthenbacher Bürger zu ihrer Kindheit und Jugend sowie ihrem Alltagsleben befragt. Aktuell unterstützt man einmal im Monat bei der Aufsicht im Stadtmuseum. 

Zudem werden Stadt- und Museumsführungen sowie Märchenspaziergänge durchgeführt. Besonderen Dank dafür sprach Wolfgang Gottschalk Ulrike Bergner, Renate Gagel und Hella Rissmann aus. 

Als anstehende Aufgaben nannte er die Archivierung der Röthenbacher Exponate sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Röthenbacher Schulen. Mit der Veranstaltungsreihe „Heute Politik – morgen Geschichte“ wolle man dazu beitragen, dass Bürgerinnen und Bürger zu aktuellen Themen wieder miteinander ins Gespräch kommen. 

Abschließend dankte er allen, die den Verein in irgendeiner Form unterstützten, insbesondere allen Vorstandsmitgliedern, der Stadt Röthenbach und dem Bauhof. 

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft ehrte der erste Vorsitzende folgende Mitglieder: Renate Gagel, Angelika Grainer-Seuser, Lutz-Werner Hamman, Peter Heinzelmann, Petra Oberst, Ute Schieber, Sylvia Stauber, Horst Stauber, Cornelia Trinkl und die katholische Pfarrgemeinde St. Bonifatius, vertreten durch Pater Moison und Pfarrer Wolfgang Angerer. 

„Liebe Renate, wir bedanken uns bei dir für deine erfolgreiche Arbeit an der Spitze des Vereins. Von Anfang an warst du als zweite oder dritte Vorsitzende und 15 Jahre lang, von 2009 bis 2025, als erste Vorsitzende erfolgreich tätig. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Vorträgen, Reisen und vielen anderen Aktionen hast du unser Vereinsleben entscheidend geprägt. Der Vorstand des Geschichtsvereins Röthenbach hat deshalb einstimmig beschlossen, dich zum Ehrenmitglied zu ernennen“, so Wolfgang Gottschalk in seiner Laudatio auf Renate Gagel. 

Mit seinem spannenden und kurzweiligen Werkstattbericht zu seinen Funden in den Röthenbacher Archiven zum Thema „Röthenbach im Ersten Weltkrieg“ verlieh Hartmut Pürner dem Abend mit seinem Festvortrag eine wissenschaftlich-historische Dimension. Ausgehend vom Leben in Röthenbach im Jahr 1914 spannte er den Bogen über die Mobilmachung im August desselben Jahres und in der Röthenbacher Rundschau veröffentlichte Feldpostbriefe bis hin zu den Gräbern der gefallenen Soldaten.   

Bei einem kleinen Imbiss und kühlen Getränken klang der Abend aus. 

Die Gäste nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen und warfen einen Blick auf die in der Galerie ausgestellten Bilder zur Vereinsgeschichte. 

Für die gelungene, dezente musikalische Umrahmung sorgte das Duo „Close 2 U“. 

gp


 

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Heute Politik - Morgen Geschichte

 

Hella Rißmann führt durch die Rauhnacht

Märchenhafte Führung durch die Rauhnacht in Röthenbach

In den magischen Rauhnächten veranstaltete der Geschichtsverein Röthenbach am 6. Februar einen Spaziergang. Die Geschichtenerzählerin Hella Rißmann nahm die zahlreichen Teilnehmer auf eine Reise in die Märchenwelt mit.
Ausgehend vom Rathaus über den Luitpoldplatz bis zum Stadtmuseum Conradtyhaus führte der Weg durch Röthenbach. Bei den verschiedenen Stationen wurden den Zuhörern sowohl lustige und auch nachdenkliche Geschichten vorgetragen. Mit den Märchen „Die Holundermutter“, die uns an die Grimmsche Frau Holle erinnerte, über „Das Kätzchen mit den Stricknadeln“ bis zur Erzählung „Das ausgeblasene Lichtlein“ verzückte Hella Rißmann die Erwachsenen. Ihre Lieblingsgeschichte “Der alte Silvester und das Jahrkind“ durfte natürlich auch nicht fehlen.  Mit großem Applaus bedankten sich die Zuhörer bei Hella Rißmann am Schluss für den märchenhaften Abend. 


 

v.l.: Renate Gagel, Bert Nentwich, Wolfgang Gottschal, Walter Lengert, Hella Rißmann, Reiner Knoch, Angela Wallenta, Erich Dannhäuser, Wolfgang Angerer, Ulrike Bergner

Neuer Vorstand setzt sich große Ziele

Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins Röthenbach a.d. Peg. e.V am 10. November 2025

Der neu gewählte Vorsitzende des Geschichtsvereins Röthenbach a.d. Peg. e.V, Wolfgang Gottschalk, bedankte sich bei Renate Gagel, die den Verein fünfzehn Jahre engagiert geleitet hat, stellte zukünftige Aufgaben heraus. Zuvor hatte diese einen Rückblick über das vergangene Vereinsjahr gegeben. Gerne erinnerten sich die Anwesenden an den Vortrag von Georg Escher zum Thema „Israel und Palästina – Gibt es Auswege aus der Gewalt?“ oder an den Vortrag von Leonhard Herbst über „Röthenbach  im Nationalsozialismus“. Auch Prof. Dr. Peter Fleischmann war mit dem Thema „Reichsautobahn –Mythos und Realität“ zu Gast gewesen. Mehrere Stadtführungen, unter anderem zum Jubiläum des Dt.-Franz. Partnerschaftskomitees, ergänzten die Aktivitäten. Gemeinsam mit dem Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf gab es eine Geschichtsexkursion nach Kallmünz und Regensburg (Bayer. Landesausstellung). 

Frau Gagel bedankte sich ebenfalls ganz besonders bei ihren Vorstandskollegen, die sich aus persönlichen Gründen heuer nicht mehr zur Wahl stellen können, und für den zuverlässigen Museumsdienst im Stadtmuseum Conradtyhaus.

So wählten die anwesenden Mitglieder nach dem Bericht der Kassenprüfer und der Entlastung des Vorstands nun einen weitgehend neuen Vorstand unter Leitung von Wolfgang Gottschalk, der auf nach drei Jahren im Vorstand genug Erfahrung mitbringt, um gleich einen klaren Überblick über das zu geben, was der neue Vorstand sich für das kommende Jahr vornimmt: Gleich in den Rauhnächten im  Dezember wird es wieder einen Spaziergang durch Röthenbach mit der Märchenerzählerin Hella Rißmann geben. Ab April beteiligt sich der Verein an einer regionalen Ausstellung im Industriemuseum Lauf zum Jahr des Denkmals mit einem Modell der Stadt Röthenbach um 1905 und einer Bilddokumentation zur Restaurierung der Conradty-Siedlung. In dem Zusammenhang wird es auch geschichtliche Vorträge im ganzen Nürnberger Land geben. Im Mai feiern wir dann das fünfundzwanzigjährige Vereinsjubiläum mit einem Festvortrag und einer Museumskirchweih rund um das Conradty-Museum. Weiterhin intensiviert sich die gewachsene Zusammenarbeit mit dem Förderverein Mehrgenerationenhaus, dem Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf und dem Dorfverein Haimendorf durch gemeinsame Exkursionen und Veranstaltungen.  

Zu dem allen will der neue Vorstand die Stadt Röthenbach und das Stadtmuseum dabei unterstützen, den reichen Fundus an Gegenständen und Schriftstücken zur Industriegeschichte Röthenbachs zu ordnen, zu digitalisieren und in geeignete Räumlichkeiten zu überführen. Hier hat sich nicht zuletzt durch die unermüdliche Arbeit von Leonhard Herbst über Jahrzehnte Wertvolles gesammelt, das es zu sichern gilt. Erich Dannhäuser, der als Dritter Bürgermeister der Stadt an diesem Abend die Grüße des Stadtrats überbrachte, nahm diese Pläne gerne zur Kenntnis.

Dieser neue Vorstand stellt sich den Herausforderungen: 1. Vorsitzender: Wolfgang Gottschalk, 
2. Vorsitzender: Bert Nentwich, 3. Vorsitzende: Angela Wallenta, Schriftführerin: Hella Rißmann, Kassier: Walter Lengert, Beisitzer: Pfarrer Wolfgang Angerer, Ulrike Bergner, Renate Gagel, Petra Oberst, Gerhard Pfeil, Stefan Wisatzke, Revisoren: Reiner Knoch, Joachim Fichtner.


 

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11.Oktober 2025: Tagesfahrt nach Kallmünz und Regensburg

Als gemeinschaftliche Veranstaltung planten der Geschichtsverein Röthenbach und der Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf eine Fahrt zur Bayerischen Landesausstellung nach Regensburg. Die jeweiligen Vereinsvorsitzenden Renate Gagel und Ruth Thurner freuten sich über einen voll besetzten Bus. Die Fahrt führte zunächst nach Kallmünz. Dort wurde die Gruppe vom Zweiten Bürgermeister zu einer unterhaltsamen Führung durch den malerischen Ort erwartet. Kallmünz liegt am Zusammenfluss von Naab und Vils und wurde 983 erstmals in einer Urkunde erwähnt. In dem kleinen Ort befinden sich vier Schlösser. Das Wahrzeichen von Kallmünz ist jedoch die Burgruine. Bei dem Spaziergang durch schmale, verwinkelte Gassen entdeckte man eine Mühle und natürlich das „Haus ohne Dach“ – eine kleine Höhlenwohnung, deren Eingang mit einer Mauer mit Tür- und Fensteröffnungen verschlossen ist.

Bekannt wurde Kallmünz auch durch seine Künstlerkolonie. Bekannte Künstler wie Wassily Kandinsky und Gabriele Münter verbrachten mehrere Wochen in dem ehemaligen Gasthaus „Zur Roten Amsel“. Heute zeigen Galerien Werke von zeitgenössischen Künstlern und in den Straßen entdeckt man einige Bronze-Skulpturen. Weiter ging die Fahrt nach Regensburg zum „Haus der Bayerischen Geschichte“, wo man zu Führungen durch die diesjährige Landesausstellung „Ludwig I. – Bayerns größter König?“ erwartet wurde. Die Landesausstellung erzählt von den Veränderungen im Königreich Bayern unter der Herrschaft von Ludwig I. in den Jahren von 1825 bis 1848. Und sie stellt einen König vor, der modern und rückwärtsgewandt, zielstrebig und widersprüchlich gleichermaßen war. Dem König als Bauherrn verdankt Bayern markante Gebäude wie Walhalla und die Befreiungshalle. Foto: Geschichtsverein Röthenbach


 

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10. Oktober 2025: Vortrag zum Thema „Die Reichsautobahnen in Bayern – Mythos und Realität“

Einen Gastvortrag hielt der ehemalige Leiter des Staatsarchivs Nürnberg, Peter Fleischmann, zum Thema „Die Reichsautobahnen in Bayern – Mythos und Realität“. Er erinnerte an das geringe Verkehrsaufkommen auf den schlecht ausgebauten Straßen Anfang des 20. Jahrhunderts und beleuchtete Organisation, Planung und Realisierung des Autobahnbaus zu Beginn des „Dritten Reichs“.

Nach Vorbildern in den USA wurden ab den 1920er Jahren in Europa erste kreuzungsfreie Straßen“ gebaut, darunter die AVUS (= Automobil-, Verkehrs- und Übungsstraße) in Berlin. Hitler hat nach der Machtübernahme 1933 systematisch den Bau von Autobahnen vorangetrieben und darin auch ein Mittel zur Propaganda als „Straßen des Führers“ gesehen.  Der Referent erläuterte anhand zeitgenössischer Bilder Konzept und Realisierung dieser großen Baumaßnahme durch das gesamte Reich und geht auf lokale Besonderheiten ein. Abschließend soll die Frage nach dem „Mythos Reichsautobahn“ beantwortet werden.Prof. Dr. Peter Fleischmann (bis 2021 Direktor des Staatsarchivs Nürnberg) ist außerplanmäßiger Professor für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der FAU Erlangen-Nürnberg. Zwischen 2010 und 2012 hat er als Leiter des Staatsarchivs München u.a. eine Ausstellung über „Die Reichsautobahn in Südbayern“ betreut“.  Die gut besuchte Veranstaltung organisierte der Geschichtsverein Röthenbach gemeinsam mit dem Geschichtsverein Haimendorf.

Foto: Budesarchiv, Schwan,Erich